SameSame!

Der Reiseblog
 

Letztes Feedback

Meta





 

Spuckende Löwen

Das Anlegen selbst war schon ein beinduckendes Manöver. Singapur, der Löwe Malaysias, allerdings nur kurz zu Malaysia gehörend. Wohl eine der beeindruckendsten Städte die ich bisher besuchen durfte. Landgewinnung ist hier das einzige Mittel um die Stadt wachsen zu lassen. Die ganze Stadt ist eigentlich ein Vergnügungspark für Reiche und Mächtige. Nachdem wir uns für den Tag gut gekräftigt hatten ging es also auf Erkundungstour. Diese begann damit, eine Seilbahn über unser Kreuzfahrschiff hinweg auf die Insel Santosa zu machen. So hatten wir die gelegenheit, die AIDA aus einer völlig neuen Perspektive zu sehen. Auf der Insel angekommen hat sich der Eindruck des Vergnügungsparks nocheinmal bestätigt. Denn dieses Eiland ist ein einziger Vergnügungspark im Vergnügungspark. Frei und kostenlos zugänglich muss man aber für jede Attraktion bezahlen. Diese reichen von Achterbahnfahren über Wasserparks bis hin zu dem Besuch des Wasserspeienden Merlion, einer Art Meerjunglöwe, dem Wahrzeichen Singapurs. Der Stadtstaat hat sehr strenge Gesetze was das Rauchen angeht und überhaupt ist Sauberkeit ein wichtiges Thema, allerdings bildet Santosa auch dabei eine Ausnahme. Denn hier muss man sich nicht in eine Ecke zurückverziehen und verstecken, will man eine Zigarette rauchen, sonder darf das überall tun.
Weiter ging es per Monorail von dem Park zurück zum Hafenzentrum. Dann weiter via U-Bahn und als wir mitten in der Stadt an der Haltestelle Dhoby Ghout ausgestiegen sind war der erste Eindruck: große Häuser und verdammt viel grün! Zu Fuß machten wir uns dann auf den Weg zur Marina Bay, an der ein neues Hotel gebaut wurde was wirklich einen Google-Besuch lohnt! Auf dem Dach des dreiteiligen Hotels schwimmt ein weiteres schiffförmiges Bauwerk auf welchem es einen Pool gibt, von dem aus man die ganze Stadt überblicken kann und das Gefühl bekommt man könne direkt in die Stadt schwimmen.
Auf halber Strecke quatschte uns ein Einheimischer an und riet uns einen Hop on-Hop off Bus zu nehmen. Da unser Programm für den Tag vorsah, gewaltige Wege zurückzulegen haben wir sein Angebot uns zu dem Ticketschalter und zur Haltestelle zu begleiten auch dankend angenommen. Diese Erfahrung ist wohl auch typisch für Singapur, denn die Leute sind sehr freundlich und unglaublich Hilfsbereit.
Per Bus ging es dann an sämtlichen Sehenswürdigkeiten im Eilverfahren vorbei. Leider war dadurch nur Zeit für ein paar Fotos vom fahrenden Bus, aber wenigstens hatte man so gut wie alles gesehen. Am Botanischen Garten oder Orchid Garden, wie ihn die Einheimischen nennen sind wir ausgestiegen und haben uns von einer perfekt gestylten Gartenanlage begeistern lassen. Da war wirklich für jeden Geschmack was dabei. Selbst ein "Steineklopfer" hätte sich im "Evolution Garden" wohlgefühlt.
Auf der Rückfahrt zum Schiff, die wieder über Santosa und die Seilbahn ging sind wir noch an den lebensmüden AIDA-Radfahrern vorbeigefahren, die im Stadtverkehr eine Fahrradtour gemacht hatten, nach unserer Information sind wohl alle wieder an Bord gekommen. A propos Stadtverkehr: für alle die vorhaben in Singapur ein Auto zu kaufen sollte erwähnt sein, das diese im Schnitt das drei bis vierfache wie in Deutschland kosten. Und damit noch nicht genug. Ein Auto zu besitzten heißt noch nicht es auch fahren zu können, denn dafür braucht man noch eine Lizenz, die an das Auto gebunden ist und 10 Jahre gültig ist. Kostenpunkt: 10000 Singapur Dollar - vorausgesetzt man schafft es sie zu ersteigern. Kein Wunder dass man da nur fette Karren gesehen hat!
Singapur war übrigens auch der einzige Hafen, abgesehen von Pattaya (bäh) in dem wir die Gelegenheit bekamen uns die Stadt bei Dunkelheit anzusehen. Das haben wir natürlich auch genutzt und sind in die Clarke Queys gefahren. Es gab mal eine Zeit, da lagen ebendiese noch direkt am Wasser, heute sind sie ca. 2 km von der Küste entfernt. Hier haben wir uns auf einen Cocktail für sehr viel Geld getroffen (man ist das halt in Asien nicht so gewöhnt 15 Dollar für einen Drink zu bezahlen).
Nicht nur das Anlegen war faszinierend, das Ablegen hat das sogar noch getoppt, denn unser Captain drehte das Schiff noch in der Hafenanlage mit geschätzten 5 Meter platzt an Bug und Heck. Und das bei Nacht vor der Kulisse der in Lichter getauchten singapurianischen Skyline.

TIM am 25.2.13 08:33

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen