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Same Same Towers

An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, das "Same Same - Phänomen" zu erklären.
Wer schon einmal in Asien war, wird zumindest wissen, was gemeint ist. Fragt man einen thailändischen Straßenhändler, ob das von ihm auf der verranzten Stoffdecke am Straßenrand ausgebreitete Billabong-T-Shirt denn auch ein Original sei, erhält man als Antwort meist: "Same, same...", was frei übersetzt "so ähnlich" heißt. Also: nein. Gut, das war jetzt eher wenig überraschend, aber es macht immer wieder Spaß zu fragen, da man ja weiß, welche Antwort man bekommt. Ein "nein" wird man von einem Asiaten übrigens der Höflichkeit halber nur selten hören. Wie dem auch sei, schnell hatte sich die Floskel "same, same" in der Gruppe um unsere Kabine als intersubjektiven Ausdruck etabliert. Same, same - so ähnlich, es gibt viele Situationen in denen diese Worte geschickt platziert schnell schallendes Gelächter auslösen. Taucht beispielsweise die Frage "links oder rechts 'rum?" auf, ist "same, same" die einzig richtige und sinnvolle Antwort. Denn meist ist es einfach egal wie rum man geht. Same, same eben...

Kuala Lumpur, Malaysia. Wie immer drückend heiß und auf der Suche nach der nächsten Klimaanlage. Gleich morgens ging es mit dem Bus ersteinmal vom Hafen aus zu den Höhlen von Batu, einer der größten Karsthöhlen der Welt, die von den ansässigen Hindus als Kultstätte genutzt wird. Manch einer mag bereits im Fernsehen gesehen haben, wie dort einmal im Jahr in Trance versetzte Gläubige alle möglichen Körperteile mit Speeren, Haken und Spießen durchstechen, und dann vollkommen apathisch die insgesamt 272 Stufen zu den Tempeln hinaufsteigen. Nicht zu verachten ist übrigens auch die gefühlte hundert Meter hohe goldene Statue jener Gottheit, die der Sage nach damals den Steintempel geöffnet hat. Achso und wilde Affen gibt es auch; füttern sollte man die allerdings nicht, denn sonst wird man die nicht mehr los
Nach den beeindruckenden Impressionen aus der hinduistischen Glaubenswelt und dem lebensweltlichen Phänomen der riesigen Tropfsteinhöhle schaukelte uns der mit allerlei Samt behängte und ausgekleidete Bus dann in die City von Kuala Lumpur. Eine sehr schöne Stadt übrigens: sauber, gepflegt, nett anzusehen - wahrscheinlich auch aufgrund der erst 1957 gewonnenen Unanbhängigkeit von den Briten (die waren irgendwie auch überall...). Direkt vor den Petronas Zwillingstürmen (Same, same eben. In diesem Fall: einer wie der andere) wurden wir wieder in die drückende Hitze entlassen um sogleich wieder in ein auf Gefrierschranktemperaturen heruntergekühltes KLCC, das sich zwischen den Türmen befundliche Shoppingcenter, entlassen zu werden. Ich weiss nicht ob ich es schonmal erwähnt habe, aber in den meisten eher warmen Ländern symbolisiert eine gute Klimaanlage Reichtum und Wohlstand, und wenn in Malaysia einer Geld hat, dann der Ölgigant Petronas. Nach einiger Freizeit im Shoppingcenter, das sich von einem Europäischen ebendiesem nur unswesentlich unterscheidet, begann die Fahrt zur Skybrigde im 41. und anschließend der Aussichtsplattform im 86. Stock auf über 370 Metern höhe, von der aus man über die ganze Stadt blicken und sich einen guten Eindruck über die Stadtgeographie KL's machen konnte (um dem fachlichlichen Teil unserer Reise gerecht zu werden :P). Der Abend endete natürlich wie immer schlemmend in einem der drei Bordrestaurants - um Euch mal ein bisschen neidisch zu machen - und mit dem Ablegen aus KL, wie die Einheimischen ihre Hauptstadt nennen.

NIK am 24.2.13 07:23

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Brigitta (28.2.13 10:18)
Hallo ihr Beiden,
das ist ja wieder ein toller Bericht! Mir wurde allein vom Lesen über die Skybridge schwindelig.... ;-)
Ich freu mich schon auf den nächsten Beitrag und schaue gefühlte 10 Mal am Tag ins Blog, ob es was Neues gibt
Lieben Gruß
Brigitta

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