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Roses @ Walking Street

Urlaub vorbei, Exkursion! Um 12 gings los, diesmal Gott sei Dank nach dem Frühstück und nicht davor. Zwei Stunden per Minivan nach Laem Chabang um dort die AIDA zu besteigen. Erster Eindruck: man is das Ding groß! Zweiter Eindruck: wo bin ich hier eigentlich. Hier ist wirklich für jeden was dabei, von Kicker bis Schach auf Deck, Von Pool bis Casino, von Bar bis Disco. Und was für eine Essensauswahl... nach den vorangegangenen, eher spärlichen Portionen der Thai-Küche war das Motto jetzt: Fressorgie! Yammi Yammi.
Und dann kams Dicke: Pattaya, die Heimat des thailändischen Sextourismus. Hier klärte sich dann übrigens auch auf, dass Ping Pong weder etwas mit pyrotechnik, noch mit Tischtennis zu tun hatte. Weiter ausführen brauche ich das an dieser Stelle wahrscheinlich nicht. Wir aber hatten uns lieber die hiesige Kneipenkultur angeschaut, was auch echt eine Attraktion ist. Man Sitzt quasi auf der Straße und wird permanent von Ramsch und Rosenverkäufern belagert. Britta, als einzige weibliche Person hat auch promt grade den ganzen Strauß von einem gewissen Professor geschenkt bekommen... Was natürlich dazu geführt hat, dass alle anderen Rosenverkäufer den Braten gerochen hatten und uns nun nicht mehr nach einem einfachen "No, thank you" in Ruhe gelassen hatten.
Gegenüber fand ein Schaukampf der Thaiboxer statt, die sich im 10 Minuten Takt gegenseitig die Fresse polierten. Ein feucht fröhlicher Abend in Rotlicht-Rummel-Atmosphäre.

1 Kommentar TIM am 18.2.13 11:10, kommentieren

(K)Longtail

Wahnsinn, eine Tour mit dem Zug für eine Stunde 10 Baht, Rollercoaster-Gefühl inclusive! So gings auf zum größten Fischmarkt in der nähe von Bangkok. Mit leichtem Schlafmangel und unglaublichem Hangover über einen Fischmarkt laufen, bei dem die Fische quasi auf der Straße lufttrocknen ist wirklich nur was für harte Mägen. Aber nichts desto trotz absolut sehenswert! Die Farben in der Markthalle lassen jeden Regenbogen vor Neid erblassen. In dem Gebäude kann man live erleben wie Haien der Kopf abgehackt wird und Frauen Fische im Zehn-Sekunden-Takt ausnehmen. Die erste Mutprobe war dann das Essen am Straßenrand. Da wir natürlich zeitökonomische Supertalente sind wurde jede Minute zum schlafen genutzt, keine aber zum Frühstücken. So blieb uns hier nichts anderes übrig als ins unbekannte zu beißen. Für den einen hat es sich gelohnt, für den anderen nicht
Weiter gings nach Amphawa zu den schwimmenden Märkten per Amphibien-Zug (nein der heisst nicht wirklich so), der große Teile der Strecke durchs Wasser gefahren ist. Mit knapp zweieinhalb Stunden Verspätung könnte selbst die Bundesbahn noch was von den Jungs hier lernen. Aber die Fahrt über den Markt hat das ganze mehr als Wert gemacht. Und hier ist ÜBER wirklich wörtlich zu nehmen! Die Stände fahren in letzter Minute ihre Markisen ein und der Zug hat an beiden Seiten vielleicht noch 5 cm Platz, Waren die am Boden liegen bleiben auch einfach genau dort... ein paar Bananen mussten das mit ihrem Leben bezahlen.
In Amphawa haben wir uns mit dem Longtail-Boot durch die Klongs gewagt. So ein Longtail kennt man vielleicht aus James Bond, oder wenn nicht stelle man sich einen alten Chevy-Motor mit stark verlängerter Welle vor, die einfach auf das Heck gebastelt wird.
Zurück gings dann per Minivan, für alle die beste Alternative, da die Sonne und das Wetter ziemlich an den Kräften gezehrt hatten. Zwei Stunden später befanden wir uns dann wieder im Smog der City. Aktivitäten für diesen Abend waren eigentlich geplant, aufgrund allgemeiner Nahtotstimmung dann aber doch aufs Abendessen beschränkt worden.

NIK am 17.2.13 11:05, kommentieren

Chang Baby

Der Vorteil wenn man Abends ankommt, nachdem man gen Osten geflogen ist, liegt auf der Hand: man kann direkt schlafen gehen und schläft auch gut ein, umgeht so elegant die schlimmsten Auswirkungen des Jetlag. Dementsprechend munter ging es am ersten Tag in Bangkok auch los. Das unserer Residenz - dem Ibis Siam Bangkok - schräg gegenüber gelegene Einkaufszentrum MBK diente vorerst dazu den Hunger zu stillen. Ein kleiner Backshop, in dem man kleine einzelne Gebäcke für 15 - 60 Baht, sowie Kaffee erwerben kann reichte völlig aus. Wennauch wir ein Schild entdeckten nach dem Essen und Trinken in diesem Lokal verboten sei, mundeten süßer Kuchen mit Thunfisch, scharfe Teigrollen, Schokoeclairs und Frankfurter im Schlafrock mit Vanillesauce überraschend gut! Die anschließende Erkundungstour durch das MBK brachte gefälschte Markenware, Kitsch, Ramsch, allerlei zwielichtige Geschäfte, sowie einige Restaurants und sogar ein Kino zum Vorschein. Kaufen wollten wir nichts, da einstimmig beschlossen wurde kurz vor Abflug die Taschen mit günstigen Mitbringseln und allerlei Textil zu füllen. Die - übrigens immer direkt miteinander verbundenen - Einkaufszentren "Siam Discovery", "SiamCenter" und "Paragon" kamen dann eher westlichen Kaufhäusern bzw. shopping malls nahe, in denen höherwertigere Ware feilgeboten wird. Weniger interessant für uns also Mit freundlicher Unterstützung unserer Ibis-Mercure Pagen suchten wir am selben Abend noch einen Maßschneider auf, der sogar einen kostenlosen Shutteservice vom Hotel und anschließend zu einem Ziel unserer Wahl anbot. "MANN muss sich ja auch mal was gönnen" lautete die Devise und flux war der Kaschmir-Maßanzug für lachhafte 5600 Baht in Auftrag gegeben. Nach kurzem Abstecher zum "Asiatique" Nachtmarkt, der nicht überzeugen konnte, sprangen wir in letzter Minute noch auf ein Boot auf, dessen Ziel unbekannt war. Immerhin war es kostenlos. Glaube ich zumindest... Wir sind einfach ausgestiegen als alle ausgestiegen sind, und mit dem nächsten Taxi zu Khao San Road, der wohl berühmtesten Backpacker-Straße der nördlichen Hemisphäre. Mich persönlich konnte das weniger überzeugen. Eine Kneipe neben der anderen, Touristenscheiss wie angeblich traditionelle Hüte, Laserpointer und frittierte Skorpione werden in Bauchläden versucht zu verschärbeln. Immerhin gab es das gute Chang-Bier und was zu essen, genug Gründe sich niederzulassen und den gemütlichen Teil einzuläuten. Zufälligerweise stießen dann noch zwei Kommilitionen dazu, und auch Tim fand auf einigen Umwegen mehr oder weniger direkt vom Flughafen aus zu uns, um seine Ankunft zu begießen. Achso: Einer der Händler war wohl davon überzeugt, dass mein Bauch dem Chang-Bier geschuldet sei und versuchte mir mit einem freundlichen Lächeln klar zu machen, dass ich wohl ein Chang-Baby erwarte.

1 Kommentar NIK am 16.2.13 11:02, kommentieren

Ping Pong Boom!

Türkis-beige ist schon eine schräge Farbkombination. Es ist mir ein Rätsel wie eine Fluggesellschaft ganze Abteile mit gestreiftem Stoff dieser Geschmacksverwirrung beziehen kann. Der Täter ist Omanair, brachte einige meiner Kommilitonen und mich aber immerhin ersteinmal Asien ein Stück näher. Genauer gesagt nach Muskat im Oman. Viel zu sehen gabs da nicht, aber der Flughafen ist chic und 20er Scheine sind mehr Wert als 200er. Naja. Ich musste es auch nur zwei Stunden dort aushalten, bevor es in den Flieger nach Bangkok ging. Zwar nicht luxuriös, aber dank einer großen auswahl aktueller Filme, Serien, Musik und Videospiele unterhaltsam kamen wir unserem Ziel stetig näher. In Bangkok nur noch schnell die Immigration gemacht und den Rucksack abgeholt, dann gings voller Elan auf die Suche nach einem Taxi. Der Tatendrang wurde bereits schnell an der Schiebetür nach draußen getrübt. Man realisiert plötzlich und unvermeidlich, dass man in den Tropen ist. Ich will an dieser Stelle niemandem die Möglichkeit nehmen diese Erfahrung selber zu machen, aber soviel muss gesagt sein: wenn die Thais eines können, dann Gebäude klimatisieren!
Ein Großraumtaxi für uns insgesamt 5 Jungs plus Gepäck konnte für im Vorfeld heruasgehandelte 700 Baht - also knapp 18,50 - am Taxischalter aufgetrieben werden. Überraschend freundlich sind die Thais! Halb geschockt von der Verkehrslage und dem "Fahrstil" der Thailänder (Kurzer Regelüberblick: Ampeln und Fahrspuren sind nur zur Zierde, Schilder gibt es genausowenig wie TÜV und es hat immer der Vorfahrt, der als erstes hupt oder wild mit der Lichthupe hantiert) und halb dem durch unverständlichen Thaidialekt verschwommenen und bröckeligen Englisch des Fahrers lauschend, konnten wir ebendiesem nach bereits 10 Minuten Fahrt auch klarmachen, wo wir denn eigentlich hin wollten. Er hatte zwar einen Zettel mit Destination bekommen, aber das reichte scheinbar nicht. Voller Herzblut erzählte uns "Mister T", dass am selben abend noch "Ping Pong Boom" - man sollte sich wilde Gesten dazu vorstellen - stattfände, was wir auf keinen Fall verpassen sollten. Wir gingen fest davon aus, dass es sich hierbei um ein Feuerwerk, vielleicht zum chinesischen Neujahrsfest, handele, beschlossen aber einstimmig erstmal einzuchecken und den Cocktail aus Jetlag, Kulturschock, Todesangst auf der Autobahn und Saunatemperaturen zu verdauen. Übrigens habe ich auf der Taxifahrt meine ersten Worte Thai gelernt: Sawasdee (sprich: sawwadiiii - in Thailand werden wohl alle letzten Silben überspitzt langgezogen) für Hallo und Khao Kun für Danke. Im Anschluss jeder Aussage nurscheln Männer noch ein "krap" und Frauen ein "krah" hinterher. Bedeutung: keine.

NIK am 15.2.13 15:47, kommentieren